Dienstag, 4. Dezember 2012

InDesign Scripte – Installationspfad

Eine häufig gestellte Frage ist das richtige Installationsverzeichnis für Scripte in InDesing.
Prinzipiell gibt es zwei Verzeichnisse:
  1. das „Start-Up Scripte“ Verzeichnis.
    In diesem werden Scripte gespeichert, die beim Start von Indesign ausgeführt werden sollen. Der von mir bereits erwähnte „Equalizer“ ist solch ein Script. Einmal am Anfang von InDesign aufgerufen steht es sofort, z.B. per Rechtsklick zur Verfügung.
  2. Das „normale“ Verzeichnis
    Hier kommen alle Scripte hinein, die explizit manuell aufgerufen werden müssen. Die Scripte erreicht man dann in der Palette „Fenster | Hilfsprogramme | Scripte“. Tipp: diese Scripte kann man auch mit einem Tastaturkürzel verknüpfen, so dass der Aufruf schnell geschehen kann, ohne diese Palette ständig offen zu haben.

Den Installationspfad findet man eigentlich ganz einfach mit einem Trick:
Man öffnet die Scripte-Paltte per Menü „Fenster | Hilfsprogramme | Scripte“.
Dort, im Ordner „Anwendung | Samples | JavaScript“ (oder „Anwendung | Benutzer | JavaScript“) findet man die Scripte. Das Verzeichnis herauszufinden ist jetzt ein Kinderspiel: ein Rechtsklick auf den Ordner gibt die Möglichkeit „Im Explorer öffnen“.



In dieses Verzeichnis auf dem Laufwerk müssen also die Scripte zur Installation einfach hinein kopiert werden.

Hinweis: bis Version CS5 war ein Neustart von InDesign zwingend, seit neuestem nur noch „empfehlenswert“, da InDesign neue Scripte sozusagen als „Hot-Folder“ auch im laufenden Betrieb erkennt. (Start-Up Scripte verlangen aber logischerweise immer einen ID Neustart.)

Freitag, 29. Juni 2012

Objekte in InDesign leichter positionieren

Eine einfache Frage, eine einfache Lösung:

"Wie gehe ich vor, um die genaue Position und Größe eines Objektes [in InDesign] auf ein anderes zu übertragen?"


Nun, eigentlich würde man nun entweder die Transformieren-Palette aufrufen - und feststellen, dass diese nicht über mehrere Seiten hinweg arbeitet, also die Position des einen Objektes auf die eines anderen auf einer anderen Seite überträgt.
Oder man würde "per Hand" alle Koordinaten und Eigenschaften vom einen Objekt auf das andere Übertragen - das können bis zu 10 Copy&Paste Aktionen (pro Objekt) werden.

Viel leichter geht es aber mit der Macht der Scripte.
http://www.indiscripts.com/post/2009/11/equalizer-let-s-copy-paste-coordinates-in-indesign
Der "Equalizer" erweitert das Kontextmenü um einige sehr hilfreiche Funktionen und ist dabei schnell und praktisch an die genaue Aufgabe anzupassen.

Außer den Koordinaten eines Objektes kann auch dessen Größe, Drehung oder Kippwinkel kopiert werden. Und das nicht nur auf ein einziges Element, sondern auf mehrere gleichzeitig.

Tipp: einfach einmal das Demo-Video auf der Seite anschauen - mehr braucht es nicht zur Erklärung - und ich wette, es braucht auch nicht mehr zum Überzeugen!

Meine absolute Empfehlung für den täglichen Gebrauch!

Dienstag, 14. Februar 2012

Stills vom Video


Nachdem mich ein Kunde verzweifelt anrief, und fragte, wie man nun ein Standbild aus einem Videofilm erzeugen könnte, möchte ich heute mal einige Leute verdutzen, wie einfach das doch sein kann – ganz ohne Premiere Pro.

Das Problem
Wenn man in Premiere Pro (ab Version CS4) ein Video in der Zeitleiste hat, von dem man gerne ein Standbild erzeugen möchte, dann wird man sich wundern. Denn im Dateimenü sucht man vergeblich nach dem Eintrag „Exportieren | Standbild“, den es bis Version CS3 noch gab.





Der zentrale Output
Die Idee ist eigentlich nachvollziehbar, denn Adobe leitet auf den Media Encoder, der sozusagen das zentrale Ausgabeglied der Videoverarbeitung darstellt.
Im Media Encoder kann man auch als Ausgabeformat TIFF anwählen und dann in der Zeitleiste das Frame anwählen. Noch den Dateinamen eingeben, danach schließt sich der Medianencoder wieder. Das ist hinderlich, wenn man mehrere Stills produzieren möchte.



Die Lösung
Doch die Welt ist einfacher als gedacht, denn die Bilder müssen ja danach in Photoshop mit Sicherheit noch nachbearbeitet werden. Stellt sich also die Frage: „Warum nicht gleich in Photoshop?“
Nun, was kaum einer weiß – Photoshop kann schon seit langem Videos verarbeiten. Mehr noch, in einer PSD-Datei kann man ganze Videos einbinden und mit Filtern und Effekten versehen, die in AfterEffects oder Premiere nicht vorhanden sind. Doch das ist ein anderes Thema.



Der Weg ist denkbar einfach: Video in Photoshop öffnen. Das geht geht zum Beispiel einfach per Drag&Drop. Im Menü „Fenster“ befindet sich der Eintrag „Animation“.
Diese Palette ist vielen aus der früheren Animated-GIF Erstellung bekannt. (Oder mutet wenigstens ähnlich an.) Doch es ist eine komplette Zeitleiste, wie wir sie aus Premiere Pro kennen. Nun lässt sich an die gewünschte Position springen.
Indem ganz einfach alles markiert wird (also „Auswahl | alles markieren“ oder STRG+A) und dann per Copy&Paste in ein neues Dokument eingefügt wird, erhält man den gewünschten Frame in bester Qualität. Schnipp Schnapp – mehrere Frames lassen sich so schnell nacheinander kopieren.



Achtung Stolperfalle
Bitte vorher das Pixel-Seitenverhältnis korrigieren. Dieses gibt an, ob es sich bei den Pixeln um Quadratische (wie auf dem Internet oder in Photos verwendet) oder um rechteckige handelt, bei denen Höhe und Breite nicht gleich ist, die also nicht quadratisch sind.
Über das Manü „Ansicht | Pixel-Seitenverhältnis …“ wählt man das entsprechende Videoformat aus.
Vergisst man das, werden z.B. Kreise nicht rund, sondern Oval verzogen.





Montag, 7. November 2011

CD Authoring mit Adobe Audition

Da hat man mir doch tatsächlich auf dem RME Event eine Frage gestellt, die ich nicht beantworten konnte - und ich versprach, mich bis Mitte November darum kümmern werde. Nun:

CD Erzeugung mit Adobe Audition CS5.5

Nachdem Adobe sein Sound Editing Programm Audition einige Versionsnummern lang aus der Creative Suite entfernt hatte und einem "abgespeckten" Programm Namens Soundbooth den Vorzug gab, ist nun Audition wieder an einen Platz zurück gekehrt.
Komplett als 64-Bitt Applikation mit Multitaskingfähigkeit hat Audition nun das Zeug, den Profis wirklich zu gefallen und den Platz im Workflow einzunehmen, den es lange nicht hate - als anerkanntes Audio-Tool.


Leider fehlt da etwas: die Möglichkeit, direkt Audio-CD zu schreiben. (Redbook)

Das ist vielleicht noch nicht aufgefallen, aber es ist so, aus Audition CS5.5 kann man keine Audio-CDs direkt erzeugen.
Dazu Adobes offizielle Antwort (sinngemäß):
"Wir haben festgestellt, dass diese Funktion nicht genutzt wird, da die meisten digitalen Audioprodukte online oder in anderem Material (z.B. DVD) verwendet oder vertrieben werden, bzw. mit Hilfe von kostengünstigen oder freien 3rd Party Produkten bewältigt werden kann. Daher wurde diese Funktion als nicht nötig erachtet und nicht implementiert."
(Vgl. http://www.studiodaily.com/main/news/headlines/Q-and-A-Adobe-Audition-for-the-Mac_12706.html )

Interessant hierbei die kleine Historie. Gibt man in der Hilfe zu Audition (gleich welcher Version) im Suchfeld "Write a CD" ein, so kommt man auf Hilfetexte, die belegen, wie einfach dies mit Audition sein muss - doch der zweite Blick verrät: die Hilfe erklärt diese Funktion in der Version 2.0, aktuell hat die CS5.5 Audition die Versionsnummer 4 ....
(Vgl. auch http://community.adobe.com/help/search.html?q=write%20a%20cd&hl=en_US&lr=en_US&l=audition_product_adobelr )


Eine weitere offizielle Stimme erklärt, warum man dieses (und andere) Features nicht in Audition CS5.5 implementiert hat (s. Link unten):
"Audition wurde von grund auf neu programmiert um auf beiden Plattformen Windows und Mac stabil und zuverlässig zu laufen. Um den Releaseplan einzuhalten wurden einige Features (noch) nicht implementiert."

Das kann meines Erachtens nach nur bedeuten, dass einige der Funktionen in Zukunft zurück kommen werden - ob allerdings das Medium Audio CD bis dahin noch existent und relevant ist.....



Abschließend ergänzend die offizielle Liste von Adobe zu den nicht implementierten oder umbenannten Features in Audition CS5.5
http://kb2.adobe.com/cps/895/cpsid_89588.html


Sonntag, 6. November 2011

3D in Photoshop - eine Tutorialsammlung

Die Nachricht "Photoshop kann 3D"  ging um, als die Creative Suite 5 an den Start ging. Ganz so ist das natürlich nicht, denn Photoshop ist kein wirkliches 3D Programm, wie z.B. Cinema4D.Doch für die grafische Aufarbeitung und Anreicherung von Designs sind die Werkzeuge doch recht gut.

Meine Meinung / Einschätzung zu diesem Thema:
  1. wir kennen die "3D-Fahigkeiten" von Photoshop schon seit langen, nämlich mit der Einführung des Fluchtpunktfilters, der aus einer 2D Aufnahme einen "Raum" macht, der dann aus verschiedenen Ansichten zu betrachten ist. Die Aufbringung von Material auf die "Raumseiten" war damit ebenfalls schon möglich.
  2. Auch "Repoussé" kennen wir schon länger. Illustrator hat schon lange die Möglichkeit Extrusionen herzustellen - diese konnte man dann als Smart Object in einer PSD einbinden.
  3. Illustrator hat mit der CS5 das Perspektivenraster erhalten. Zwar kein 3D, sondern "nur" Hilfslinien, mit denen man perspektivisch korrekt arbeiten kann, aber der Schritt zum 3D ist nicht weit - die Elemente müssen nur noch Kamera, Licht und Struktur erhalten (wie in Photoshop) und interaktiv auf Veränderungen des Gitters reagieren. (Hier bin ich am meisten gespannt, wie es weiter geht.) 
  4. Acrobat / PDF kann seit langem U3D ein Format, das aus technischen Zeichnungen 3D Darstellungen im PDF beinhalten kann. Mit voller Rotationsmöglichkeit in alle Reichtungen, Schnitten und Beleuchtungseffekten. Auch diese Funktion wurde mehrfach verbessert.
  5. After Effects kann echte 3D Räume und entsprechende Kamera und Lichtfahrten machen. Zuletzt in der CS 5.5. durch verbesserte Unscharfe- und Beleuchtungseffekte erweitert
  6. After Effects und Premiere Pro können nun reales 3D Videoformat verarbeiten und sind somit auch in der 3D Welt tieder drin.
Dennoch:
  1. Auch laut Aussagen direkt von Adobe Systems ist und wird Photoshop kein 3D Programm werden
  2. Adobe hat kein echtes 3D Programm im Portfolio und wird mit Sicherheit auch keines aufnehmen / erfinden, denn zu stark ist die etablierte Software (z.B. CAD Programme und Cinema4D)
  3. Editoren, um 3D (oder Fake 3D) besser editieren zu können sind aber notwendig und werden von vielen Usern heftig gefordert.
so bin ich sicher, dass
  1. Man die 3D Funktionalität in Photoshop, Illustartor und After Effects bald erweitern wird
  2. Die Werkzeuge intuitiver werden und einheitlicher
  3. man irgendwann versuchen muss, die Funktionalitäten von AI, PS und AE unter einen Hut zu bringen und besser austauschbar zu machen. Denn bisher sind das alles nur Inseln, die keine Verbindung haben (incl. U3D.)
  4. Das Perspektivenraster in AI ist meines Erachtens das interessanteste Werkzeug zum Ansatz von 3D in den Programmen - hier lassen sich die Entwickler sich er bald Updates einfallen und mit Sicherheit auch Interaktivität.



Nachdem es nun viele Tutorials und Tipps gibt, wie man mit den 3D Werkzeugen in Photoshop umgehen "soll" habe ich mir mal einige davon angesehen und stelle hier die jenigen zusammen, die ich als brauchbar und nützlich erachte. (Ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben - diese Liste wird ggf. erweitert.)

Hinweis: die 3D Funktionen, wie auch Repoussé (entspricht einer Extrusion) sind nur in Photoshop Extended enthalten.



Hier einige Links zum Thema 3D in Photoshop.

Evangelist Rufus Deuchler
Eine Einführung in das Thema mit den wichtigsten Funktionen
http://tv.adobe.com/de/watch/video2brain-prsentiert-im-blickpunkt-adobe-photoshop-cs5/3d/




Buch mit Ring
Ein sehr tiefgreifendes Demo-Tutorial, das die mächtigen Möglichkeiten richtig ausnutzt. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Achtung: nichts für Anfänger!
Teil 1: http://www.youtube.com/embed/wT5zWYlA33k
Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=F4dmHTU4PxY
Teil 3: http://www.youtube.com/watch?v=9lsIrpPaasw



Weiteres zum Thema folgt.



Montag, 3. Oktober 2011

Warum ich del.icio.us mag


Das Problem ist einfach: Ein Link, Lesezeichen, Bookmark, das man schnell mal speichert und leider nur auf dem Rechner wieder zu finden ist, auf dem man dies gespeichert hatte, ja sogar nur in diesem speziellen Browser. Doch wie zeige ich meinem Freund, Kollege, Kunde diesen Link später, oder wie komme ich an die Website, wenn ich gerade unterwegs bin und mit meinem Laptop nicht an den Rechner im Büro komme.
Hierfür gibt es „Bookmarkservices“ - Dienstleister, die eine Synchronisation der Links auf den Rechnern und Browsern ermöglichen – del.icio.us ist einer davon – einer, mit einer ganz speziellen Geschichte.

Die Technik zur Lösung ist eigentlich simpel: Lesezeichen werden nicht mehr auf dem Rechner gespeichert, sondern auf einem Account bei einem Dienstleister. Mit entsprechenden Erweiterungen (Pug-Ins) für die Browser werden die Lesezeichen dann sogar innerhalb des Browsers, auf allen Geräten wieder zum Zugriff zur Verfügung gestellt.
Del.icio.us bietet sogar Apps für Android und andere Geräte, so komme ich auch mit dem Handy oder Tablett an meine Links.

Ordnerstrukturen werden überflüssig, wenn man nach Tags sortiert. Beim speichern eines Links werden dem Link Beschreibung und Stichwörter zugeordnet. So könnte man meine Website http://tilorust.com mit den Stichworten „Schulung, Training, Software, Adobe, Master Collection, Support“ versehen, oder gar einzelne Applikationen erwähnen: „Dreamweaver, InDesign, Photoshop, Acrobat, …...“
Sucht man die Site wieder, so braucht man in das Suchfeld nur einige der Stichwörter eintippen – ja, sogar der Wortanfang reicht. Suchen Sie später also Training für Adobe Software, so reicht „Training Ado....“ und schon reduzieren sich die Lesezeichen im Filterergebnis.

Klar kommt nun der Einwand „Oh je, dann muss ich ja erst mal alles mit Schlagworten versehen, das ist viel zu aufwändig, da bleibe ich bei meinen Ordnern!“ - Leider falsch gedacht.
Zum einen zwingt Sie keiner, die Links mit Schlagworten zu versehen. Zum anderen könnten Sie einen Link auch mehrfach einordnen. Z.B. meine Site – läuft die bei Ihnen unter „Schulungsfirmen“ oder unter „Adobe“ oder beiden? Finden Sie die Site auch später noch so schnell oder müssen Sie erst die Ordner durchsuchen?
Und beim speichern des Lesezeichens – da müssen Sie doch auch erst einmal den Ordner suchen oder anlegen und sich eine Hierarchie ausdenken. Meinen Sie nicht auch, dass das nicht wenigstens genau so (Zeit) aufwendig ist, wie Stichworte?

Glauben Sie mir, die Stichwortsuche ist einer Ordnerstruktur bei Weitem überlegen und wird um so mächtiger und schneller, wie die Zahl der Einträge steigt.
Übrigens verwendet man auch bei den vielen hunderttausend Digitalfotos besser Stichworte als Ordner. Lesen Sie dazu mein Tutorial zum Thema „Metadaten“ - PDF, http://tilorust.com/tutorials_downloads/index.php?tutorial=7&dateiformate_fuer_bilder_metadaten_von_fotos_copyright_einsteiger_tutorial_teil02


Nun aber wieder zu del.icio.us
Ich habe in all meinen Browsern das del.icio.us Plug-In installiert. Nun kann ich meine Bookmarks mit einem Klick ablegen. Und kaum bin ich an einem anderen Rechner oder Browser kann ich diesen Link dort wieder finden. Und sollte ich einmal bei einem Kunde sein und nicht an meine Links kommen, dann besuche ich einfach die Website http://del.icio.us und logge mich ein – schwubs, habe ich wieder all meine Links.

Natürlich gibt es auch andere Dienste und Macianer unter uns werden sagen, dass das auf Apple Geräten schon lange geht. Aber ich sage mal, dass erstens nicht jeder einen Apfelcomputer hat und dass die Grenze da erreicht ist, wenn ich Safari verlassen will / muss.

Andere Bookmarkservices sind sicher auch nicht schlecht, aber, das ist mein ganz persönlicher Geschmack, del.icio.us gefällt mir nach vielen Tests und einigen Jahren Praxis am besten.

Hier die Links in Kürze:
Die Website von del.icio.us http://www.delicious.com/
Das Firefox Plugin (gibt es offiziell nur als „Beta“ Version, da die Feuerfüchse so oft Updates machen – läuft aber bestens:) http://www.delicious.com/help/quicktour/firefox
Internet Explorer add-on: http://www.delicious.com/help/quicktour/ie



Jetzt seit ihr dran: welche Methode nutzt ihr, um eure Links zu synchronisieren?

Freitag, 30. September 2011

Logodesign - HKS oder Pantone für das Web?

Immer wieder erreichen mich Fragen, ähnlich dieser. Yvonne drückt es aber so deutlich aus, dass ich mich entschieden habe, diesen Blogeintrag der Antwort zu widmen und das Ganze noch einmal mit einigen Grafiken in der nächsten Zeit anzureichern.
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Hallo Tilo,
ich habe durch Recherchen dein PDF zum Thema Farben und Farbräume gelesen. Ich habe eine Frage zum Thema Verwendung von Farben. Was ist heutzutage sinnvoller an Farbräumen für Logos zu verwenden? Das Logo wird hauptsächlich nur im Web angeboten, jedoch kommt es auch mal vor, dass Print vorhanden ist. Ist es besser HKS- oder Pantone-Farben zu benutzen?
Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen.
Mit freundlichen Grüßen

Yvonne S.

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Hallo Yonne,
 
nun generell sage ich mal, dass man ein gutes CI immer auf verschiedene Medien optimiert.
 
Deutliches Beispiel: in dem Logo soll Gold vorkommen.
Nun, dann macht man das Logo mit entsprechenden Elementen in Gold (und zugehöriger Pantone-Farbe).
Danach setzt man das gleiche mit einer Ersatzfarbe um (also z.B. Gelb, auch wieder mit Pantone) - wobei hier häufig die Logos mit weiteren Effekten (z.B. Weiß oder Halbtönen) als Glanzlichter angereichert werden kann, es also tatsächlich eine alternative Version das Logos ist.
 
Das kann man dann (meist fast verlustfrei) in pures CMYK (meist sowohl als Coated und Uncoated Version mit unterschiedlichen Farbumsetzungen) und entsprechendes RGB (AdobeRGB, später in sRGB wandeln) übersetzen.
Sehr oft macht man noch eine Schwarz/Weiß (Graustufen) Version, z.B. für die Zeitung.
 
Alles in Allem eigentlich immer als AI (also Vektoren), aus dem man dann auch Plottdaten holen kann. Oder mindestens also hochauflösendes PSD, aus dem man dann alle nötigen Grafikformate erstellt.
 
Ob HKS oder Pantone besser geeignet ist eigentlich eine Frage der Auftraggeber. Ist es eine größere Firma, dann haben die meistens Pantone oder beides. Bei kleineren Kunden würde ich HKS bevorzugen. Manchmal kommen zu uns auch Kunden, die eine Farbe oder einen farbigen Gegenstand mitbringen, die wir dann mit Farbfächer abgleichen. (So kam zu uns bereits ein Sicherheitsunternehmen, das ein Logo entsprechend der Uniformfarbe haben wollte, oder eine Tanzschule, deren Logo an die Inneneinrichtung angelehnt war...)
 
Ich hoffe, das hilft?
 
 
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Aber auch hier die Frage an meine Leser - wie geht ihr da vor?
Welche Farbräume nutzt ihr für Logos?

Freitag, 23. September 2011

Farbe überall

Dass die Sache mit "Farbe" und entsprechenden Harmonien nicht einfach ist, das wissen wir. Gestalter und Fotografen erfahren das täglich auf's Neue.


Für meine Schulungen und Vorträge habe ich vor einiger Zeit Tutorials zusammengefasst, die sich mit Farbe und dem ganzen Zubehör beschäftigen. Die ersten drei Teile sind nun öffentlich.
Diese Tutorials sind speziell für Einsteiger geschrieben und mit vielen Grafiken und Beispielen versehen, beinhalten aber sicher auch Material, das gestandene Profis gut gebrauchen können.
Alle PDF's als kostenlose Downloads auf meiner Website.

Teil 1: Farben und Farbräume - Grundbegriffe und Farblehren
In dem ersten Teil von 5 zeigt dieses Tutorial die Zusammenhänge der Farbmodelle und Farbräume. Erklärt am Farbwähler von Photoshop werden grundlegende Begriffe für Einsteiger und ambitionierte Fotografen verständlich dargestellt.
Begriffe, wie HSL, Pantone, CMYK, Farbtiefe, Farbräume, sRGB und AdobeRGB und vielen anderen sind Thema.
Download als PDF, 56 Seiten, 5.1 MBytes


Teil 2: Speicherformate, Dateiformate für Bilder - das "Speichern der Farbe"
Im zweiten Teil der Serie zeige ich die Möglichkeiten, wie farbige Pixel gespeichert werden. Sämtliche wichtigen Dateiformate werden erklärt.
Als Exkurs widme ich mich den Metadaten in den Dateien, die uns helfen, Fotos zu verschlagworten und aufgrund weiterer Informationen schneller zu finden und zu verarbeiten.
Stichworte sind unter anderem RAW und DNG, Farbtiefe und Bildverarbeitung.
Download als PDF, 52 Seiten, 5.9 MBytes


Teil 3: Farbmanagement, Kalibration. Wie wichtig es ist, "richtige" Farben zu haben.
Der dritte Teil der Serie zeigt Einsteigern und ambitionierten Hobbyfotografen die Wichtigkeit und Einfachheit der Kalibration von Bildschirm und Kamera. Zeigt die Probleme bei der Druckerkalibration und geht von der Theorie in die Praxis.
Ein Muss für alle Fotoklubs und Hobbyfotografen.
Download als PDF, 36 Seiten, 1.5 MBytes


Ergänzend dazu habe ich heute einen netten Link gefunden, auf dem es ein Farbchart gibt, welches die wichtigsten Begriffe zusammen fasst und als Desktophintergrund geladen werden kann. Nette Sache.
http://www.paper-leaf.com/blog/2010/01/color-theory-quick-reference-poster/


Habt ihr auch entsprechende Links und Tutorials, die man weiterempfehlen kann? Her damit.

Mittwoch, 14. September 2011

Adobe Muse - wird Dreamweaver überflüssig?

Die Antwort gleich am Anfang: nein. Kein Zweifel.

Gestern habe ich eine nette Diskussion mit Rufus Deuchler (Adobe Evengelist) und Ingo Eichel (Adobe Systems) geführt.
Muse ist und wird ein Produkt bleiben, das den Fokus auf Consumer ausgerichtet hat. Menschen, die nicht viel von Web verstehen (wollen / müssen) und dennoch tolle Websites erstellen müssen / wollen.

Muse ist einfach und intuitiv und bedarf quasi keiner Vorkenntnisse. Die Sites sind schnell erzeugt und die Ergebnisse beachtlich. Ein Test und vielleicht sogar die Anwendung von Muse in der Produktion lohnt sich sicherlich schon heute.

Aus der Sicht der Hardcore-Programmierer ist Muse eigentlich ein "Spielzeug". Der erzeugte Code zwar gut (bedarf in Zukunft noch vieler Verbesserungen, aber er ist zumindest brauchbar und technisch akzeptabel) aber insgesamt ist Muse nicht für große Sites geschaffen, wie sie heute in entsprechenden komplexen Systemen zum Einsatz kommen. Hier bleibt Dreamweaver das Mittel der Wahl und wird sicher auch in Zukunft des Programmierers Liebling bleiben.
Muse mag also so etwas sein, wie "Dreamweaver Elements".

Ich gehe sogar einen Schritt weiter und denke, dass Dreamweaver und Muse besser zusammen wachsen werden und sich ein Gefilde ergeben könnte, wie wir es bereits mit Flash Catalyst und Flash Pro haben.
Dazu sollten wir auch noch Edge und Wallaby im Hinterkopf haben und können sicher schon einmal phantasieren, wie diese in DW, FL oder ID integriert werden, bzw. welche technische Erweiterung sie uns in zukünftigen Versionen bringen.


Alles zu Muse auf http://muse.adobe.com/


Freitag, 9. September 2011

Adobe Carousel - Erlösung oder Totgeburt?

Kaum hat  Adobe in den Staaten eine neue Applikation / Dienst vorgestellt - Adobe Carousel - schlagen die Emotionen der Creativgemeinde hoch.

Die einen heben es in den Olymp der besten Ideen, die anderen reden von überflüssigem Schnickschnack.
Mit Carousel ist es möglich, zeitnah / echtzeit auf mehreren Geräten die eigenen Fotos zu betrachten und weiterzubearbeiten, bzw. synchron zu halten. Fokus sind natürlich die mobilen Geräte (bei der ersten Release nur Apple). Geschossene Bilder erscheinen dann sekunden später auf Handy, Tablett oder anderen Bildschirmen und können dort beurteilt, leicht bearbeitet (beschnitten und mit Presets versehen) werden. Schlagworte und andere Metadaten sollen ebenfalls so einfach zugefügt werden können.

Der / die Haken an der Sache:
  1. Carousel kann in der ersten Version nur JPG Formate behandeln.
    Das sind auch schon die beiden Knackpunkte, welche die Gemeinde zum Nachdenken veranlasst:
    Profis fotografieren eigentlich nicht im JPG Format, sondern in RAW - ohne eine solche Unterstützung ist Carousel für (Semi-)Profis nutzlos.
  2. muss man den Dienst bezahlen - nun ja, Software muss man ebenfalls bezahlen - aber wer zahlt für solch eine "App" 100$ im Jahr, wenn nicht die Profis? Für Hobbyisten sicher zu teuer.
  3. zudem ist die Anbindung bis Anfang 2012 nur für Apple Geräte geplant. Das schränkt die Nutzerzahlen weiter ein.
  4. da springt schon der nächste Grund zum Grübeln ins Auge: die Bilder werden nicht mehr auf den Geräten, sondern in der "Cloud" also einem Server von Adobe gespeichert. Schon heute werde ich immer wieder von Profis skeptisch angesprochen, wenn ich nur Acrobat.com als Clouddienst vorstelle. Die Sicherheitsbedenken sind hier in Deutschland kritischer als in USA.

Adobe steckt also im Zugzwang, Carousel schnell technisch zu erweitern.

Zu diesem Blogeintrag veranlasst wurde ich aber über eine Frage eines Kunden: "Wird Carousel die Bridge ersetzen?"
Nun, klare Antwort: NEIN.
Aber wir können einmal in die Glaskugel schauen:
  • Carousel wird sicher bald RAW und andere Formate unterstützen und auf vielen anderen Geräten, nicht nur jenen mit dem "i" am Anfang laufen.
  • Möglich wäre eine Integration in Bridge, sozusagen als "Live-Ordner", was die Nutzung transparent werden lässt und Carousel so in den Creativworkflow integriert.
  • Auch eine Photoshop, InDesign und ggf. Dreamweaver oder Premiere Pro und After Effects Integration ist denkbar in Form einer eigenen Palette, ähnlich der Mini-Bridge in InDesign. Auch das würde den Workflow verbessern und Carousel nützlich werden lassen.
  • wie wäre eine Integration in Business Catalyst oder Scene 7 ? So könnten Mitglieder einer Site Content beitragen.
  • Natürlich bietet sich eine Integration in Lightroom, z.B. als Hot-Folder / Tethering an.
  • Und auch die Consumerprodukte Photoshop Elements mit dem Organizer lassen die Nutzerzahlen des Dienstes sicher ansteigen.

Unter solchen Integrations-Bon-Bons sind sicher mehr Leute bereit, den Subscriptionpreis als gerechtfertigt zu akzeptieren.

Fazit:
Ob Carousel wirklich zu einem Erfolg wird hängt aber nicht nur von den technischen Qualitäten oder dem Preis ab, sondern nicht selten von der "guten Laune" und dem Hype, der darum getrieben wird. Das haben der Erfolg von iPhone (trotz technisch besserer Konkurrenten) oder andererseits Flash (früher als "Todesstoß für HTML" gehandelt, heute als Buh-Produkt verschriehen) gezeigt.


Offizielle Adobe Website: http://www.adobe.com/products/carousel.html

Ich bin gespannt auf Ihre Meinungen hier im Blog....